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Römisches Theater und Mittelmeerküste in Caesarea Maritima, Israel

Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Länderrekord

Namensreichste Stätte: Israel

StadtEmpfohlen

Caesarea Maritima

Seyfi Cem Baskin

קיסריה22 v. Chr. – 1265 n. Chr.

Der von Herodes dem Großen eigens errichtete römische Hafen an der Scharon-Küste, mit dem Hafen von Sebastos, einem Theater, Hippodrom und Aquädukt. Eine photogrammetrische Aufnahme der versunkenen Hafeneinfahrt aus dem Jahr 2025 (Haifa–Malta) zeigt zwei Bauphasen und eine Fahrrinne, die noch immer tief genug für Schiffe ist.

31
Interesse 67

Standort

Israel

32.50°N · 34.89°E · Asia

Gegründet

Herodes der Große, 22–10/9 v. Chr., auf Stratons Turm

Hafen

Sebastos – Wellenbrecher aus hydraulischem Puzzolanbeton, größer als der Piräus

Pilatus-Stein

Lateinische Tiberieum-Weihung durch Pontius Pilatus, 1961 im Theater gefunden

Hauptstadt

Römisches Judäa / Syria Palaestina / Palaestina Prima für ca. 650 Jahre

2025-Untersuchung

Photogrammetrie der Hafeneinfahrt durch Haifa–Malta (JMSE 13.5)

Eroberung

Eroberung durch die Mamluken unter Baybars, 1265

Sebastos ist das Lehrbuchbeispiel römischer Hafentechnik im Osten – importierte Puzzolane, Senkkästen im offenen Wasser und ein Klientelkönig, der einen Tiefwasserzugang für Getreide und Truppen errichtete.”

Standort

Überblick

Caesarea Maritima liegt an der Scharon-Küste des heutigen Israel, zwischen Tel Aviv und Haifa. Herodes der Große baute den verfallenen hellenistischen Ankerplatz Stratons Turm zwischen 22 und 10/9 v. Chr. zu einer mit Marmor verkleideten Stadt aus, die nach Augustus benannt wurde und einen Tempel für Roma und Augustus auf einer erhöhten Plattform mit Blick auf das Meer besaß. Der Hafen – Sebastos, das griechische Wort für Augustus – war die erste großmaßstäbliche Verwendung von hydraulischem Puzzolanbeton im östlichen Mittelmeerraum: Vulkanasche, die aus dem Golf von Neapel herbeigeschafft und in offenen Gewässern in hölzerne Senkkästen geschüttet wurde, um Wellenbrecher zu errichten, die größer waren als der Piräus. Josephus beschreibt die inneren Becken, Türme und Kolonnaden; die Unterwasserarchäologie seit den 1960er Jahren (Avner Raban und Nachfolger) hat die nördlichen und südlichen Molen kartiert, die heute teilweise durch Erdbeben und Strömung eingestürzt sind.

Auf dem Land wurde die Stadt nach 6 n. Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Judäa, später von Syria Palaestina und Palaestina Prima – ein Verwaltungszentrum über sechs Jahrhunderte. Der „Pilatus-Stein“, eine lateinische Weihung eines Tiberieums durch Pontius Pilatus, den Präfekten von Judäa, wurde 1961 während der von Antonio Frova geleiteten italienischen Mission im Theater gefunden. Der Apostel Paulus war hier inhaftiert (Apostelgeschichte 23–26). Ein Theater, ein 300 m langes Hippodrom, das später in ein Amphitheater umgewandelt wurde, gewölbte Lagerhäuser, Kreuzfahrermauern und das Hochaquädukt von den Quellen des Karmel strukturieren den Rundgang für Besucher. Die Stadt fiel 1265 an Baybars; die Ruinen sind heute der Caesarea-Nationalpark.

„Der König bezwang die Natur und baute einen Hafen, der größer war als der Piräus, und hatte Docks für Schiffe und Türme auf den Wellenbrechern, damit es dieser Stadt nicht an einem Hafen fehle.“
— Josephus, Jüdische Altertümer 15,331–341, über Herodes’ Hafen Sebastos (Übers. Whiston, gemeinfrei)
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Israel-04800 - Looking Down 32853651473 | Dennis G. Jarvis (CC BY-SA 2.0)

2025 veröffentlichten Gil Gambash, Ehud Arkin-Shalev, Emmanuel Nantet (Universität Haifa) sowie John Wood und Timmy Gambin (Universität Malta) die erste Phase von Caesarea SubMaritima im Journal of Marine Science and Engineering: Eine tauchergestützte Photogrammetrie der Hafeneinfahrt (Raban-Gebiete G und K) erzeugte ein hochauflösendes 3D-Modell. Die beiden Seiten der Fahrrinne weisen unterschiedliches Mauerwerk auf, was die Autoren als einen ursprünglichen herodianischen Bau plus eine spätere Reparatur deuten; trotz Einsturz und Sedimentation bleibt die Einfahrt tief und breit genug für Schiffe, sodass Sebastos nicht allein deshalb unterging, weil die Mündung versandete. Das verwandte SHIPs-Projekt (ab Herbst 2023) untersuchte das Handelsschiff North Caesarea 1 in der nördlichen Bucht erneut. Kombinieren Sie den Hafen mit Ostia Antica für kaiserzeitliche Hafenarchäologie, Masada für herodianisches Bauen und Jerash für eine vergleichbare römische Stadt im Osten.

Das IAA-Mosaik von drei Togafiguren unter einem byzantinischen Laden aus dem Jahr 2018 – in Reiseberichten oft als „neuer Fund von 2025“ wiederverwertet – gehört zu jener früheren Brückenbau-Saison, nicht zur SubMaritima-Untersuchung. Die Nachricht von 2025 betrifft Unterwasserbefunde: die Geometrie der Einfahrt, nicht ein neu freigelegtes Pflaster.

Warum es wichtig ist

Sebastos ist das Lehrbuchbeispiel römischer Hafentechnik im Osten – importierte Puzzolane, Senkkästen im offenen Wasser und ein Klientelkönig, der einen Tiefwasserzugang für Getreide und Truppen errichtete. Die 3D-Untersuchung von 2025 revidiert die einfache Erzählung „Ein Erdbeben zerstörte den Hafen“: Die Einfahrt funktioniert noch immer als Fahrrinne, sodass der Niedergang stückweise, Becken für Becken, erfolgte und nicht in einer einzigen Nacht des Einsturzes.

Belege & Deutung

Unterscheidung zwischen Gesichertem und Umstrittenem.

Gesicherte Fakten

3
  • Die Inschrift des Pilatus-Steins nennt Pontius Pilatus als Präfekt von Judäa und dokumentiert ein Tiberieum; sie wurde 1961 im Theater ausgegraben und gehört zu den wenigen zeitgenössischen epigraphischen Zeugnissen für Pilatus.
  • Puzzolane im Wellenbrecherbeton stimmen mit kampanischen Quellen überein; der Bau mit hölzernen Senkkästen im offenen Wasser ist durch Rabans Hafenausgrabungen und durch Josephus’ Beschreibung von Sebastos dokumentiert.
  • Das photogrammetrische Modell von SubMaritima 2025 zeigt zwei Mauerwerksstile an der Hafeneinfahrt und eine Fahrrinne, die trotz Einsturztrümmern noch immer für die Schifffahrt dimensioniert ist (Gambash et al., JMSE 13.5, 11. Mai 2025).

Wissenschaftliche Schlüsse

1
  • Die unterschiedliche Architektur auf den beiden Seiten der Einfahrt wird als spätere Renovierung und nicht als ein einziger herodianischer Entwurf gedeutet; die Reparaturkampagne ist bislang nicht unabhängig datiert.

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So zitieren Sie diese Seite

Atlas Anatolia. (22). Caesarea Maritima. Atlas Anatolia. https://atlasanatolia.com/de/site/caesarea-maritima

Inhalte unter CC BY-SA 4.0 — bei Weiterverwendung Quellenangabe erforderlich.

Quellen

  • Caesarea Maritima: A Retrospective after Two MillenniaRaban, Avner; Holum, Kenneth G. (eds.) (1996)
  • Caesarea SubMaritima: Insights into the Entrance of the Roman Harbour of SebastosGambash, Gil; Arkin-Shalev, Ehud; Wood, John; Nantet, Emmanuel; Gambin, Timmy (2025)Link
  • Jewish Antiquities 15.331–341 (harbour of Sebastos)Josephus (94)

Häufig gestellte Fragen

Wo befindet sich Caesarea Maritima?

Caesarea Maritima liegt in Israel.

Wie alt ist Caesarea Maritima?

Caesarea Maritima datiert ungefähr auf 22 v. Chr. – 1265 n. Chr..

Welche Zivilisationen sind mit Caesarea Maritima verbunden?

Caesarea Maritima ist mit der Römisch, Byzantinisch, Islamisch / Mittelalterlich, Judäisch verbunden.

Warum ist Caesarea Maritima bedeutend?

Sebastos ist das Lehrbuchbeispiel römischer Hafentechnik im Osten – importierte Puzzolane, Senkkästen im offenen Wasser und ein Klientelkönig, der einen Tiefwasserzugang für Getreide und Truppen errichtete.

Ist Caesarea Maritima UNESCO-Welterbe?

Caesarea Maritima ist derzeit nicht in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen.