Überblick
Pergamon, gelegen im heutigen Bergama in der Provinz İzmir, war die Hauptstadt des Attalidenreiches (281–133 BCE) und eines der bedeutendsten Kulturzentren der hellenistischen Welt.
Die Akropolis der Stadt, die sich 335 Meter über die umliegende Ebene erhebt, beherbergte monumentale Bauwerke, darunter den Großen Altar des Zeus (jetzt teilweise rekonstruiert im Pergamonmuseum in Berlin), ein in den steilen Berghang gehauenes Theater mit Sitzplätzen für 10.000 Menschen, eine Bibliothek, die angeblich 200.000 Bände umfasste, und den Tempel der Athena.
"Hier in Pergamon gibt es eine prächtige Bibliothek, und Eumenes II. hat eine solche Leidenschaft für Bücher, dass er mit Ptolemäus wetteifert."
— Varro, Rerum Rusticarum, 1. Jahrhundert v. Chr.
Das Asklepieion, das sich in der Unterstadt befand, war eines der berühmtesten Heilzentren der antiken Welt. Es fungierte als Kombination aus Krankenhaus, Kurort und religiösem Heiligtum, das dem Heilgott Asklepios gewidmet war. Der Arzt Galen, einer der einflussreichsten medizinischen Schriftsteller der Geschichte, praktizierte hier im 2. Jahrhundert CE.
Pergamon wird auch die Entwicklung des Pergaments (pergamene) zugeschrieben, das angeblich erfunden wurde, als Ägypten den Export von Papyrus unterbrach.

Berlin - Pergamonmuseum - Altar 01 | Lestat (Jan Mehlich) (CC BY-SA 3.0)


