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Löwentempel des Apedemak in Naqa mit königlichen Reliefs, Sudan

Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Länderrekord

Namensreichste Stätte: Sudan

TempleUNESCO

Naqa

النقعة200 v. Chr. – 300 n. Chr.

Eine meroitische Tempelstadt in der Butana-Steppe im Sudan, mit dem Löwentempel von Apedemak, einem römisch inspirierten Kiosk und einem großen Amun-Tempel. Teil des UNESCO-Welterbes „Insel von Meroë“ (serielle Stätte) zusammen mit Musawwarat es-Sufra.

111
Interesse 41

Standort

Sudan

16.27°N · 33.27°E · Africa

UNESCO

Insel von Meroë (serielle Stätte, 2011)

Markanter Tempel

Löwentempel des Apedemak (Natakamani & Amanitore)

Hybridbau

Sogenannter römischer Kiosk neben dem Löwentempel

Lage

Butana-Steppe südlich von Meroë

Naqa beweist, dass die meroitische Kultur nicht nur aus Pyramidenfriedhöfen bestand, sondern aus lebendigen Tempelstädten mit einer unverwechselbaren afrikanisch-mediterranen Bildsprache.”

Standort

Überblick

Naqa liegt südlich von Meroë in einer regenwassergespeisten Steppe, abseits des Niltals. Sein Löwentempel (Apedemak), erbaut unter Natakamani und Amanitore (1. Jahrhundert n. Chr.), zeigt das Königspaar, wie es Feinde in klassischem meroitischem Relief erschlägt. Daneben steht ein kleiner Pavillon, der wegen seiner hybriden Säulen oft als „römischer Kiosk“ bezeichnet wird – ein Beleg für den architektonischen Dialog mit dem Mittelmeerraum am kuschitischen Hof. Der Amun-Tempel und die Wasserreservoire (Hafire) trugen saisonale Pilgerfahrten und Viehwirtschaft.

German Archaeological Institute und sudanesische Missionen haben die Tempel seit den 1990er Jahren ausgegraben und konserviert und damit die meroitische Religion über die königlichen Friedhöfe von Meroë hinaus geklärt. Naqa und das nahe gelegene Musawwarat es-Sufra bilden ein rituelles Hinterland, in dem Löwengötter, Amun und königliche Ideologie auf afrikanische und hellenistische Formen trafen.

Kombinieren Sie mit Meroe und Jebel Barkal für die vollständige sakrale Geographie Kuschs von Napata bis zur Butana.

Warum es wichtig ist

Naqa beweist, dass die meroitische Kultur nicht nur aus Pyramidenfriedhöfen bestand, sondern aus lebendigen Tempelstädten mit einer unverwechselbaren afrikanisch-mediterranen Bildsprache. Apedemaks Löwentempel zählt zu den deutlichsten Monumenten eines kuschitischen Gottes, der nicht einfach ein ägyptischer Import ist.

Belege & Deutung

Unterscheidung zwischen Gesichertem und Umstrittenem.

Gesicherte Fakten

1
  • Reliefs nennen Natakamani und Amanitore und widmen den Löwentempel dem Apedemak im frühen ersten Jahrhundert n. Chr.

Wissenschaftliche Schlüsse

1
  • Hafir-Wasserreservoire deuten auf saisonale Zusammenkünfte und Viehreichtum hin, die die Tempelwirtschaft stützten.

Umstrittene Deutungen

1
  • Wie „römisch“ der Entwurf des Kiosks im Vergleich zu einer lokalen meroitischen Lesart mediterraner Formen ist, bleibt eine stilistische Streitfrage.

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So zitieren Sie diese Seite

Atlas Anatolia. (200). Naqa. Atlas Anatolia. https://atlasanatolia.com/de/site/naqa

Inhalte unter CC BY-SA 4.0 — bei Weiterverwendung Quellenangabe erforderlich.

Quellen

  • Sudan: Ancient Kingdoms of the NileWildung, Dietrich (1997)
  • Archaeological Sites of the Island of MeroeUNESCO (2011)Link

Häufig gestellte Fragen

Wo befindet sich Naqa?

Naqa liegt in Sudan.

Wie alt ist Naqa?

Naqa datiert ungefähr auf 200 v. Chr. – 300 n. Chr..

Welche Zivilisationen sind mit Naqa verbunden?

Naqa ist mit der Nubisch / Kuschitisch, Meroitic verbunden.

Warum ist Naqa bedeutend?

Naqa beweist, dass die meroitische Kultur nicht nur aus Pyramidenfriedhöfen bestand, sondern aus lebendigen Tempelstädten mit einer unverwechselbaren afrikanisch-mediterranen Bildsprache.

Ist Naqa UNESCO-Welterbe?

Ja — Naqa ist als UNESCO-Welterbe eingetragen.