Überblick
Mycenae krönt einen felsigen Hügel zwischen zwei Hügeln in der Argolischen Ebene im Nordosten der Peloponnes. Von etwa 1750 bis 1100 v. Chr. war es eines der mächtigsten Zentren der mykenischen Welt, einem Netzwerk von Palästen, die Griechisch in Linear B schrieben und im gesamten östlichen Mittelmeerraum Handel trieben. Das Löwentor, zwei Löwen, die eine Säule über dem Haupteingang flankieren, ist noch heute das Wahrzeichen der Stätte.
Heinrich Schliemann grub hier 1876 und öffnete das Gräberrund A innerhalb der späteren Mauern und barg goldene Masken, Becher und Waffen, die er Agamemnon und seiner Familie zuschrieb. Heute datieren wir diese Schachtgräber ins 16. Jahrhundert v. Chr., Jahrhunderte vor einem möglichen Trojanischen Krieg, doch die Grabbeigaben bleiben Meisterwerke der ägäischen Metallkunst. Spätere griechische Ausgräber und die laufenden Arbeiten der Archäologischen Gesellschaft von Athen legten den Palast auf dem Gipfel, weitere Gräberrunden und die Tholosgräber, bekannt als Schatzhaus des Atreus und Grab der Klytaimnestra, frei.

"Ich habe in das Antlitz Agamemnons geschaut – denn die Goldmaske, die wir aus dem Schachtgrab hoben, schien mir in jenem ersten Augenblick das wahre Abbild des Königs der Menschen."
— Heinrich Schliemann, Telegramm an König Georg von Griechenland anlässlich der Entdeckung des Gräberrunds A in Mycenae, 28. November 1876
Linear-B-Täfelchen aus dem Palast verzeichnen Personal, Opfergaben und Wirtschaftszweige. Sie bestätigen, dass die Verwaltungssprache eine frühe Form des Griechischen war. Der Untergang Mycenae's um 1100 v. Chr. gehört zur umfassenderen bronzezeitlichen Krise, die die Palastwirtschaften in der gesamten Region beendete.

Homer schildert Mycenae als „reich an Gold", Heimat Agamemnons, der die griechische Koalition gegen Troja anführt. Ob von hier aus jemals ein einzelner Hochkönig herrschte, ist umstritten; die Archäologie zeigt elitären Reichtum und Befestigungsanlagen, nicht den Beweis für Homers Genealogie. Kombinieren Sie Mycenae mit der benachbarten Zitadelle Tiryns und dem Palast des Nestor in Pylos, um drei auf dem Festland gelegene Paläste zu besichtigen, die in der epischen Tradition genannt werden.
Filmteams, die authentische kyklopische Mauern suchen, erkunden oft die Argolis. Die Steine sind echt, selbst wenn der Dialog es nicht ist.




