Überblick
Kekova ist der Name sowohl einer Insel als auch der umliegenden Region entlang der lykischen Küste der Provinz Antalya, wo die Ruinen einer antiken Stadt teilweise unter dem außergewöhnlich klaren Wasser des Mittelmeers liegen. Die antike Siedlung an der Nordküste der Insel – identifiziert als Dolichiste – sank nach verheerenden Erdbeben im 2. Jahrhundert n. Chr. unter den Meeresspiegel und schuf damit eine der visuell spektakulärsten archäologischen Stätten der Türkei.
Durch das klare Wasser sind die Überreste von Treppen, Hausfundamenten, Hafenkais und anderen Strukturen sichtbar, die einst eine blühende lykische und römische Küstenstadt bildeten. Die allmähliche Überflutung bewahrte architektonische Details, die an Land der Erosion zum Opfer gefallen wären, während das warme Mittelmeerlicht, das die versunkenen Ruinen beleuchtet, eine surreale Wirkung erzeugt.
"Die lykische Küste ist zerklüftet, doch es gibt Inseln nahe dem Festland, wie Dolichiste."
— Strabo, Geographica (um 7 v. Chr. - 23 n. Chr.)
Die weitere Kekova-Region umfasst die befestigte Siedlung Simena (heute Kaleköy), die dramatisch an einem Hügel über der Meerenge thront, mit einer Burg aus der Kreuzfahrerzeit, die antike Mauern einbezieht, und lykischen Felsgräbern, die halb unter der Wasserlinie liegen. Auf der anderen Seite der Meerenge bewahrt die antike Stadt Teimioussa (heute Üçağız) weitere lykische Sarkophage und Grabfassaden.
Die türkische Regierung erklärte Kekova 1990 zum Sonderschutzgebiet und verbot Tauchen und Schwimmen über den versunkenen Ruinen, um Schäden zu verhindern. Besucher betrachten die Unterwasserstadt typischerweise von Glasbodenbooten oder Kajaks aus und beobachten lykische und römische Bautechniken, die unter der Oberfläche in der Zeit eingefroren sind.

Kekova von Piri Reis | Piri Reis (Public domain)

