Überblick
Die Große Sphinx liegt auf dem Gizeh-Plateau westlich des Nils, unmittelbar südöstlich der Chephren-Pyramide und nördlich des Aufwegs, der den Taltempel des Chephren mit seiner Pyramide verbindet. Aus einem einzigen Kalksteinfelsen gehauen, misst die Kreatur etwa 73 Meter von der Pfote bis zum Schwanz und erhebt sich ungefähr 20 Meter bis zur Spitze des Nemes-Kopfschmucks. Ein königlicher Bart (Fragmente heute in Museen) und die Farbreste im Gesicht zeigen, dass sie einst lebhaft bemalt war.
Ägyptologen schreiben das Monument allgemein dem Pharao der 4. Dynastie Chephren (ca. 2558–2532 v. Chr.) zu, dessen Pyramidenkomplex es gegenüberliegt, obwohl alternative Zuschreibungen an Cheops oder Radjedef umstritten bleiben. Der Name „Sphinx" ist griechisch; die alten Ägypter nannten die Figur Hor-em-achet („Horus am Horizont"). Während eines Großteils ihrer Geschichte begrub Sand den Körper bis zum Hals; mit der systematischen Freilegung wurde im 19. Jahrhundert begonnen und im 20. Jahrhundert unter ägyptischen und ausländischen Missionen beschleunigt.
„Ich bin dein Vater Harmachis-Chepre-Ra-Atum, der dir das Königtum auf Erden geben wird… der Sand der Wüste, auf dem ich ruhe, hat mich beinahe begraben."
— Traumstele Thutmosis’ IV. zwischen den Pfoten der Sphinx, ca. 1401 v. Chr.



Der Sphinx-Hof zeigt tiefe Verwitterungsmuster, die eine geologische Debatte über das Alter entfacht haben, jedoch datiert die etablierte Archäologie die Skulptur ins Alte Reich. Ein kleiner Tempel zwischen den Pfoten (Neues Reich und später) und die Traumstele Thutmosis’ IV. (ca. 1400 v. Chr.) dokumentieren, wie spätere Pharaonen ihre Legitimität durch die Figur beanspruchten. Kombinieren Sie einen Besuch mit den Pyramiden von Gizeh und Saqqara, um das Pyramidenzeitalter Ägyptens von Djoser bis zur 4. Dynastie nachzuverfolgen.

