Überblick
Dubrovnik (historisch Ragusa) liegt auf einer felsigen Landzunge an der dalmatinischen Küste Kroatiens, der Adria zugewandt. Gegründet oder neu gegründet von Flüchtlingen aus Epidaurum (Cavtat) nach slawischen und awarischen Einfällen, entwickelte sich die Stadt ab dem 7. Jahrhundert zu einer zunächst byzantinischen, dann unabhängigen Seerepublik. Im 15. und 16. Jahrhundert war Ragusa ein wohlhabender Handelsstaat, der zwischen osmanischen, venezianischen und habsburgischen Einflusssphären balancierte und für seine Diplomatie, den Schiffbau und sein Statut von 1272 berühmt war.
Der heutige Mauerring – etwa 2 Kilometer lang und bis zu 25 Meter hoch – stammt größtenteils aus dem 12. bis 17. Jahrhundert, überstand das Erdbeben von 1667 und wurde nach der Belagerung Dubrovniks in den 1990er Jahren repariert. Im Inneren verbindet die Kalksteinader Stradun (Placa) das Pile- und das Ploče-Tor; der Rektorenpalast, die Sponza und das Franziskanerkloster sind herausragende Beispiele gotischer und Renaissance-Architektur an der Adria.
Die UNESCO nahm die Altstadt von Dubrovnik 1979 in die Welterbeliste auf; Schäden durch den Beschuss 1991–1992 führten zu großen internationalen Restaurierungsarbeiten. Der Tourismus gehört heute zu den stärksten im Mittelmeerraum, und jeden Sommer drängen sich Kreuzfahrt- und Kulturtouristen auf den Stadtmauern.
