Altamira Cave
35000 v. Chr. – 13000 v. Chr.
Eine Kalksteinhöhle in Nordspanien, deren Decke mit lebendigen polychromen Malereien von Bisons, Pferden und Hirschen bedeckt ist, die vor etwa 14.000–16.500 Jahren geschaffen wurden, zwang die Wissenschaft des 19. Jahrhunderts erstmals zu akzeptieren, dass eiszeitliche Menschen zu anspruchsvoller gegenständlicher Kunst fähig waren. Bei ihrer ersten Bekanntgabe 1880 als offensichtliche Fälschung abgetan – niemand glaubte, dass „primitive“ paläolithische Menschen etwas so Vollendetes hätten malen können – wurde Altamira zwei Jahrzehnte später endgültig bestätigt und gilt heute als eine der Gründungsstätten der paläolithischen Kunstforschung weltweit.