Überblick
Stratonikeia ist eine der am besten erhaltenen antiken Städte in der Westtürkei, die sich durch den außergewöhnlichen Umstand auszeichnet, dass ein modernes Dorf – Eskihisar – das antike Stadtzentrum einnimmt. Dorfhäuser stehen zwischen römischen Säulen, und antike Mauern dienen als Gartenbegrenzungen, was eine geschichtete Landschaft schafft, in der sich das tägliche Leben zwischen monumentalen Ruinen abspielt.
Gegründet im 3. Jahrhundert BCE vom seleukidischen König Antiochos I. und nach seiner Frau Stratonike benannt, wurde die Stadt auf dem Gelände einer früheren karischen Siedlung namens Idrias oder Chrysaoris erbaut. Sie entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der Region Karien und verwaltete die wichtigen nahegelegenen Heiligtümer von Lagina (der Hekate geweiht) und Panamara (dem Zeus geweiht).
"Stratonikeia ist eine Stadt in Karien, gegründet von Antiochos Soter, der sie nach seiner Frau Stratonike benannte."
— Strabo, Geographie (um 7 v. Chr. - 23 n. Chr.)
Die Stadt bewahrt eine beeindruckende Reihe von Monumenten aus der Römerzeit, darunter ein großes Theater, ein Bouleuterion (Ratshaus), ein Gymnasion, monumentale Tore, Säulenstraßen und ein gut erhaltenes Serapeum. Die Stadtmauern, die sich über vier Kilometer erstrecken, gehören zu den vollständigsten in Karien.
Das Heiligtum von Lagina, das durch eine heilige Straße mit Stratonikeia verbunden war, war eines der wichtigsten Kultzentren der Hekate in der antiken Welt. Jährliche Feste entlang dieser heiligen Route zogen Pilger an und festigten die Bindung zwischen Stadt und Heiligtum.

Festung Eskihisar | Tansugunal (Public domain)

