Überblick
Die Alanya Burg thront auf einer dramatischen felsigen Halbinsel, die ins Mittelmeer ragt, ihre Befestigungsanlagen stürzen steil die Klippen hinab bis zur Wasserlinie. Die Burganlage – hauptsächlich erbaut vom seldschukischen Sultan Alaeddin Keykubad I. im Jahr 1221 – ist eines der beeindruckendsten mittelalterlichen Festungssysteme an der Mittelmeerküste, mit über sechs Kilometern Mauern, die 140 Türme einschließen.
Die antike Stadt Coracesium befand sich auf dieser Halbinsel lange vor den Seldschuken. Sie diente als Piratenfestung, bis Pompeius der Große 67 BCE die kilikischen Piraten vertrieb. Die natürlichen Verteidigungsvorteile des Ortes – steile Klippen an drei Seiten, ein schmaler Landstreifen, der mit dem Festland verbindet – machten ihn nahezu uneinnehmbar.
"Alaiye ist eine schöne Stadt, die am Meer erbaut wurde, mit einer starken Festung auf einem hohen Felsen."
— Ibn Battuta, ca. 1330 n. Chr.
Der Kizil Kule (Roter Turm), erbaut 1226, ist das ikonischste Bauwerk – ein achteckiger Wehrturm von 33 Metern Höhe, der zum Symbol Alanyas geworden ist. Sein Architekt, Ebu Ali Reha el-Kettani aus Aleppo, verwendete innovative Verteidigungskonzepte, einschließlich eines Dachsystems zur Wassersammlung.
Die Tersane (Seldschukische Werft), in den Klippenfuß gehauen mit fünf tonnengewölbten Kammern, die zum Meer hin offen sind, ist eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Werften der Welt. Zusammen mit den Festungsmauern, dem Roten Turm und der Werft repräsentiert der Komplex den Höhepunkt seldschukischer Militär- und Marinearchitektur.

Alanya Kalesi İçkale Girişi 3 | Satirdan kahraman (CC0)

