Überblick
Schloss Schönbrunn steht in Hietzing, Wien, Österreich, an der Stelle eines Jagdschlosses, das die Habsburger nach der gescheiterten osmanischen Belagerung von 1683 erweiterten. Kaiserin Maria Theresia ließ das Schloss in den 1740er bis 1750er Jahren zur Hauptsommerresidenz der österreichischen Monarchie umbauen. Johann Bernhard Fischer von Erlach und Nicolaus Pacassi gestalteten die gelbe Fassade, die sich über 180 Meter erstreckt.
Zu den Prunkräumen gehört die Große Galerie, in der Mozart als Kind auftrat und in der die Diplomatie der Metternich-Ära stattfand. Die Gärten umfassen den Neptunbrunnen, die künstliche Römische Ruine, ein Labyrinth und die Gloriette-Kolonnade auf dem Hügel. Franz Joseph wurde hier geboren und starb hier; der letzte Habsburgerkaiser Karl I. unterzeichnete 1918 seine Abdankung.
Die UNESCO nahm Schloss und Gärten von Schönbrunn 1996 in die Welterbeliste auf. Die Besucherzahlen zählen zu den höchsten Europas für historische Häuser. Der Tiergarten auf dem Gelände ist die älteste durchgehend betriebene Menagerie der Welt.
