Überblick
Die Große Moschee von Córdoba wurde 785–786 unter Abd al-Rahman I. an der Stelle einer westgotischen Kirche gegründet. Nachfolgende umayyadische Erweiterungen unter Abd al-Rahman II., Al-Hakam II. und Almanzor schufen eine riesige Hypostylhalle mit übereinanderliegenden Hufeisenbögen auf wiederverwendeten Säulen, die ihren Höhepunkt in Al-Hakams leuchtender Maqsura und Mihrab (961–976) fand. Nach der christlichen Eroberung von 1236 wurde das Gebäude zur Kathedrale; im 16. Jahrhundert wurden ein hoch aufragendes kreuzförmiges Langhaus und Querschiff in den Gebetssaal eingefügt, wodurch die heute sichtbare hybride Moschee-Kathedrale entstand.
Der Patio de los Naranjos, der aus dem ehemaligen Minarett emporragende Glockenturm und der cordobesische Marmor und Jaspis des Mihrabs bleiben zentrale Erlebnisse. Die UNESCO schützt die Moschee-Kathedrale im Historischen Zentrum von Córdoba. Zusammen mit der Alhambra und dem Topkapi Palace bietet sie ein kontrastreiches Bild der islamischen Hofarchitekturen des westlichen und östlichen Mittelmeerraums.
