Überblick
Der Mailänder Dom befindet sich im historischen Zentrum von Mailand an der Stelle früherer Basiliken. Der Bau begann 1386 unter Gian Galeazzo Visconti; die unermüdliche norditalienische Gotikbauhütte setzte sich unter spanischer, österreichischer und napoleonischer Schirmherrschaft fort. Die Hauptfassade wurde erst im frühen 19. Jahrhundert unter Napoleon vollendet, und die Ausbauarbeiten an den Zinnen zogen sich bis ins 20. Jahrhundert hin.
Die Verkleidung aus Candoglia-Marmor, über 3.000 Statuen und die Dachterrassen prägen das Besuchererlebnis. Die vergoldete Madonnina-Statue (1774) krönt den Hauptturm als symbolische Beschützerin Mailands. Unter dem Langhaus werden Ausgrabungen frühchristlicher Baptisteriumreste zugänglich gemacht. Vergleiche mit Florenzer Dom und Kölner Dom als konkurrierende spätmittelalterliche Megakirchenprojekte.
