Überblick
Der Dolmabahçe-Palast liegt am europäischen Ufer des Bosporus in Beşiktaş, Istanbul, wohin die osmanischen Sultane nach Jahrhunderten im Topkapı-Komplex umzogen. Sultan Abdülmecid I. ordnete den Bau 1843 an; die Architekten Garabet und Nigoğayos Balyan schufen eine Mischung aus osmanischer Tradition und europäischem Barock/Neoklassizismus entlang einer 600 Meter langen Uferfassade.
Der Festsaal (Muayede Salonu) beherbergt einen der größten böhmischen Kristalllüster der Welt – ein Geschenk von Königin Victoria. Die Kristalltreppe im Ambarlı-Saal zeugt von Balyans Geschick mit Eisen und Glas. Abdülhamid II. bevorzugte den Yıldız-Palast, doch spätere Sultane kehrten zurück; Mustafa Kemal Atatürk starb hier am 10. November 1938 – sein Zimmer ist erhalten.
Der Palast wurde 1952 als Museum eröffnet, blieb aber symbolisch für die Türkische Republik. Er ist keine UNESCO-Stätte, dominiert jedoch den nationalen Kulturtourismus und türkischsprachige Suchanfragen neben den Sultanahmet-Denkmälern.
